Rechtsreferendariat in Sachsen-Anhalt

Liebe (künftige) Rechtsreferendarin, lieber (künftiger) Rechtsreferendar,

herzlich willkommen auf den "Referendar-Seiten" des Oberlandesgerichts Naumburg! Ich hoffe, die nachstehenden Informationen geben Ihnen einen guten Überblick über alle wichtigen Fragen des Rechtsreferendariats in Sachsen-Anhalt. Sollten noch Fragen offen bleiben oder Sie inhaltliche Änderungs- und Ergänzungsanregungen haben, so zögern Sie bitte nicht, sich an die nachstehende Kontaktadresse zu wenden.

Ihrer (bevorstehenden) Ausbildung wünsche ich einen guten, gewinnbringenden Verlauf.

Dr. Uwe Wegehaupt

Präsident des Oberlandesgerichts

Kontakt

Ansprechpartner:

Frau Seidel (Sachbearbeiterin - Angelegenheiten des jur. Vorbereitungsdienstes)

Frau Hofmann (Sachbearbeiterin - Urlaub und Krankheit)

Frau Arndt (Sachbearbeiterin - Reisekosten)

Geschäftszeiten:

Montag bis Donnerstag von 08:30 bis 15:00 Uhr

Freitag von 08:30 bis 13:00 Uhr

Telefon:

03445  282002 (Fr. Seidel)

03445  282104 (Fr. Hofmann)

03445  282118 (Fr. Arndt)

Fax: 03445  282000

E-Mail-Adressen:

petra.seidel(at)justiz.sachsen-anhalt.de

angela.hofmann(at)justiz.sachsen-anhalt.de

kristin.arndt(at)justiz.sachsen-anhalt.de

Allgemeines

Wer das erste juristische Examen bestanden hat, wird nach Maßgabe der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Juristen sowie der Verordnung über die Zulassung zum juristischen Vorbereitungsdienst auf Antrag in den Vorbereitungsdienst aufgenommen. Der als Rechtsreferendar eingestellte Bewerber steht in einem öffentlich-rechtlichen Ausbildungsverhältnis. Einstellungen erfolgen am 1. März und am 1. September eines jeden Jahres. Wartezeiten bestehen nicht. Die Bewerbung mit Unterlagen muss spätestens sechs Wochen vor dem Einstellungstermin bei dem Präsidenten des Oberlandesgerichts Naumburg eingegangen sein. Der Vorbereitungsdienst dauert grundsätzlich zwei Jahre (zuzüglich der Zeit bis zum Abschluss der mündlichen Prüfung im 25. Monat).

Der juristische Vorbereitungsdienst in Sachsen-Anhalt bietet Ihnen die Möglichkeit, in vergleichsweise kleinen, überschaubaren Arbeitsgemeinschaften ausgebildet zu werden. Es wird für den aktuellen Einstellungsjahrgang zum 1. März und zum 1. September je eine Referendararbeitsgemeinschaft bei den Landgerichten Halle und Magdeburg eingerichtet. Eine weitere Arbeitsgemeinschaft kann bei dem Landgericht Dessau-Roßlau eingerichtet werden, soweit entsprechende Bewerbungen eingehen. Neben der Ausbildung in Arbeitsgemeinschaften findet eine praktische Ausbildung am Arbeitsplatz u. a. von Rechtsanwälten, Richtern, Staatsanwälten und in der Verwaltung statt.

Hinsichtlich der Aufteilung der Bewerber auf die an den Landgerichten eingerichteten Arbeitsgemeinschaften sowie die Ausbildung am Arbeitsplatz an den Präsidialgerichten des Geschäftsbereichs wird eine Gesamtschau vorgenommen. Dabei sind neben dem Leistungsspektrum der Bewerber soziale Kriterien von Belang. So konnte in der Vergangenheit nahezu ausnahmslos jedem unterhaltspflichtigen Bewerber der Zuweisungswunsch erfüllt werden. Im Falle die Ausbildungskapazität des Wunschgerichtes übersteigender Bewerberzahlen wird nach den genannten Kriterien ausgewählt. Dabei wird darauf geachtet, dass durch Fahrtzeit und -kosten entstehende Lasten möglichst gleichmäßig auf Bewerber verteilt werden. Es sollten daher in dem Bewerbungsformular auch mögliche Zweit- und Drittwünsche angegeben werden. In der Regel können bei mindestens 2/3 der Bewerber die Zuweisungswünsche erfüllt werden. Sollte wider Erwarten Ihr Zuweisungswunsch nicht erfüllt worden sein, so darf ich auf die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten mit einhergehender Zeit- und Kostenersparnis hinweisen, die Ihnen ab der dritten Ausbildungsstation (Verwaltungsstation) zur Verfügung stehen.

Begleitet wird die Ausbildung durch einen 14-täglich stattfindenden, kostenfreien Examensklausurenkurs. Nach Ausgabe der Klausuren (regelmäßig dienstags), welche an den präsidialen Amtsgerichten, den Landgerichten oder per E-Mail erfolgt, besteht die Möglichkeit, die Klausuren unter Examensbedingungen an den vorstehenden Gerichten anzufertigen. Die Klausuranfertigung kann aber auch zu Hause erfolgen. Abzugeben sind die Klausuren eine Woche nach Ausgabe an den Landgerichten. Etwa 6 Wochen nach Ausgabe findet die Rückgabe und Besprechung der Klausuren an zwei Standorten (zumeist in Halle und Magdeburg) statt. Verwendung im Klausurenkurs finden nur Klausuren, wie sie als Aufsichtsarbeiten im Examen ausgegeben worden sind. Auch die Korrektoren sind als Prüfer im zweiten juristischen Examen tätig. Es ist statistisch belegt, dass Referendare, welche verstärkt am Klausurenkurs teilnehmen, regelmäßig bessere Examensergebnisse erzielen.

Während der Zeit ihrer Ausbildung erhalten alle Referendare/innen einen Zugang zu JURIS und Beck-online, sofern eine entsprechende E-Mail Adresse angezeigt wird. Der Zugriff auf JURIS und Beck-Online ist für die Referendare kostenfrei.

Nach Einstellung in den juristischen Vorbereitungsdienst wird Ihnen im Rahmen einer Einführungsveranstaltung eine Info-Mappe zur Verfügung gestellt, deren Inhalt aus dem vorstehenden Link zu entnehmen ist. Bitte nehmen Sie sich die Zeit und studieren Sie näher die Inhalte der Info-Mappe, die Sie ausführlich u. a. über die Ausbildungsstruktur und den Ausbildungsablauf informiert.

Die Referendarausbildung in Sachsen-Anhalt wird systematisch evaluiert, und zwar vornehmlich über von den Referendaren auszufüllende Evaluationsbögen und durch regelmäßig abgehaltene Versammlungen der Sprecher der Referendararbeitsgemeinschaften.

Aktuelles

Der nächste Einstellungstermin ist der 1. März 2019.  Bewerbungsschluss ist der 17.01.2019.

Bei den Landgerichten Halle und Magdeburg wird jeweils eine Arbeitsgemeinschaft eingerichtet. Die Einrichtung einer weiteren Arbeitsgemeinschaft (bei dem Landgericht Dessau-Roßlau) ist von der Anzahl der Bewerbungen abhängig.

Es stehen ausreichend Ausbildungskapazitäten zur Verfügung. Wartezeiten bestehen nicht.

Mit ELAN-REF steht allen Referendarinnen und Referendaren in Sachsen-Anhalt ein praxisorientiertes, modernes Lernprogramm im juristischen Vorbereitungsdienst des Landes Sachsen-Anhalt zur Verfügung, das den Einstieg in die praktische Arbeit bei Gericht und der Staatsanwaltschaft erleichtert und der Vorbereitung auf die Unterrichtseinheiten der Einführungslehrgänge der ersten beiden Ausbildungsabschnitte dienen soll. Weitere Informationen können Sie den Hinweisen zum Lernprogramm ELAN-REF entnehmen.

Für Referendare des Landes Sachsen-Anhalt besteht die Möglichkeit, eine mündliche Prüfung im Landesjustizprüfungsamt in Magdeburg zu besuchen, um sich einen Eindruck von dem Ablauf und der Atmosphäre der mündlichen Prüfung zu verschaffen. Der Termin, zu dem ein solcher Besuch erfolgen soll, ist vorab mit dem Landesjustizprüfungsamt abzustimmen. Wegen der näheren Einzelheiten setzen Sie sich bitte mit dem Landesjustizprüfungsamt in Verbindung.

Ranglisten finden Sie auf der Seite des Landesjustizprüfungsamtes.

Informationen

Nachfolgend finden Sie Informationen zu:

  • u. a. zur Ausbildungsstruktur und zum Ausbildungsablauf sowie zu den Ausbildungsinhalten (Info-Mappe)
  • dem Klausurenkurs
  • dem in der Rechtsanwaltsstation verwendeten Skript ("Leitfaden in der Anwaltsstation")
  • möglichen Ausbildungsstellen im In- und (für die Zeit nach Anfertigung der Aufsichtsarbeiten) Ausland für die Rechtsanwalts- und die Wahlstation
  • Formulare verschiedenster Art (u. a. für die Einstellung in den juristischen Vorbereitungsdienst);
  • Stellenausschreibungen
  • Einladungen zu Kolloquien, Lehrgängen, Seminaren von Verbänden und Unternehmen etc. (auch Aufbaustudiengänge und Fachanwaltslehrgänge).

Über die Ausbildung an der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer im Rahmen der Verwaltungsstation (zwingend einhergehend mit dem Wahlfach "Verwaltungsrecht" können Sie sich auf der dortigen Homepage sowie im hierfür übersandten Flyer informieren.

Sollten Sie als Unternehmen, Verband oder sonstige potentielle Ausbildungsstelle diese Seite besuchen, sind Sie eingeladen, Ihr Ausbildungsangebot dem Sachbearbeiter unter dem o. g. Kontakt zuzuleiten. Es wird bei entsprechender Eignung hier veröffentlicht werden.

In Fragen Ihrer Unterhaltsbeihilfe stehen Ihnen bei der Oberfinanzdirektion

Magdeburg, - Bezügestelle Dessau -,

Außenstelle Magdeburg, Otto-von-Guericke-Straße 4, 39104 Magdeburg

folgende Ansprechpartnerinnen zur Verfügung:

Frau Schröder Buchstaben A-I, Telefonnummer 0391 545 4113

Frau Schulze Buchstaben J-N, Telefonnummer 0391 545 4314

Frau Uhde Buchstaben O-Z, Telefonnummer 0391 545 4224

Alle Sachbearbeiterinnen sind unter der zentralen E-Mail Adresse des Finanzamts Dessau-Roßlau poststelle(at)fa-des.ofd.mf.sachsen-anhalt.de zu erreichen.