200 Jahre Oberlandesgericht

Das Oberlandesgericht Naumburg ist im Jahre 1816 errichtet worden und hat im März des Gründungsjahres seine Tätigkeit aufgenommen. Aus diesem Anlass hat das Gericht am 10. März 2016 einen feierlichen Festakt im Saal der ehemaligen preußisch-kaiserlichen Kadettenanstalt in Naumburg begangen, zu dem etwa 200 Gäste erschienen waren. In einer gemeinsamen Begrüßung eröffneten der scheidende Präsident des Oberlandesgerichts Winfried Schubert und der Vizepräsident des Oberlandesgerichts Dr. Uwe Wegehaupt den Festakt, bevor der Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt Dr. Reiner Haseloff ein Grußwort an die Festversammlung richtete. Im Zentrum des Festaktes stand ein „Versuch über die ferne Zukunft des Gerichts“. Diesen Titel, eingeleitet durch die Formulierung „Ubi societas, ibi forum“, trug der Festvortrag von Prof. Dr. Heiner Lück, der den Bogen von der Historie zu einem Ausblick in künftige Formen rechtsprechender Tätigkeit schlug. Diesen Festvortrag finden Sie nachfolgend im Wortlaut.

Der Festakt wurde durch eine Podiumsdiskussion zum Thema „Was ist ein gerechtes Urteil“ abgeschlossen. Diese Podiumsdiskussion, moderiert vom Präsidenten des Oberlandesgerichts, fand unter Beteiligung von Herrn Richter am Bundesverfassungsgericht Prof. Dr. Reinhard Gaier, Herrn Prof. Dr. Guillermo Ormazabal Sánchez von der Universität Girona/Spanien und Herrn Prof. Dr. Julius H. Schoeps vom Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien der Universität Potsdam statt. Sie wurde inspiriert von einem Auszug aus dem Theaterstück „Der Nazi und der Friseur“ nach dem Roman von E. Hilsenrath, der von den Schauspielern des Theaters Magdeburg Konstantin Lindhorst und Thomas Schneider zuvor dargeboten worden war. Begleitet wurde der Festakt von musikalischen Darbietungen von Musikerinnen der Landesschule Pforta und dem Kammerchor Ocantas.

 

"Ubi societas, ibi forum. Ein Versuch über die ferne Zukunft des Gerichts"

Festredner Prof. Dr. Lück

Der Festvortrag steht zum Download für Sie bereit.